Skip to Content

Was ist eine Netzersatzanlage?

Eine Netzersatzanlage, kurz NEA, übernimmt die Stromversorgung, wenn das öffentliche Netz ausfällt. Sie besteht aus Verbrennungsmotor, Generator, Steuerung, Netzumschaltung und Kraftstoffversorgung. Im Alltag heißt sie oft Notstromaggregat. In Planung und Ausschreibung ist Netzersatzanlage der übliche Begriff.

Eine USV überbrückt einen Ausfall ohne Unterbrechung aus Batterien, aber nur für Minuten. Die Netzersatzanlage braucht einige Sekunden zum Anlaufen und versorgt dann so lange, wie Kraftstoff vorhanden ist. Wo keine Unterbrechung zulässig ist, arbeiten beide zusammen: Die USV hält die Last, bis die NEA übernommen hat.

  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
  • Rechenzentren und Leitstellen
  • Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
  • Gebäude mit vielen Menschen, etwa Versammlungsstätten und Hochhäuser
  • Industriebetriebe mit Prozessen, die nicht unkontrolliert stehen bleiben dürfen

Welche Leistung? Summe der Verbraucher, die weiterlaufen müssen, plus Reserve. Anlaufströme von Motoren, Pumpen und Aufzügen bestimmen oft die Größe.

kVA oder kW? Aggregate werden in kVA angegeben. Bei einem Leistungsfaktor von 0,8 entsprechen 100 kVA einer Wirkleistung von 80 kW.

Wie schnell? Die zulässige Umschaltzeit hängt von der Anwendung ab. In der Sicherheitsstromversorgung von Krankenhäusern sind höchstens 15 Sekunden üblich. Netzersatzanlagen von AVS erreichen diese 15 Sekunden serienmäßig.

Wie lange? Die geforderte Betriebsdauer bestimmt das Tankvolumen. Eine automatische Kraftstoffnachfüllung verlängert sie.

Wo steht die Anlage? Schallschutz, Abgasführung, Zuluft und Gewässerschutz entscheiden über Aufstellort und Gehäuse.

Wie wird getestet? Regelmäßige Probeläufe unter Last, über die Verbraucher oder eine Lastbank.

  • DIN ISO 8528: Leistungsarten und Ausführung von Stromerzeugungsaggregaten
  • DIN 6280-13: Aggregate für die Sicherheitsstromversorgung in Krankenhäusern und Gebäuden mit Menschenansammlungen
  • DIN VDE 0100-560, -710 und -718: Sicherheitsstromversorgung in Gebäuden
  • VDE-AR-N 4105 und 4110: Anschluss und Parallelbetrieb am Nieder- und Mittelspannungsnetz
  • WHG und AwSV: Lagerung von Kraftstoff, Auffangwanne
  • TA Lärm: Schallschutz am Aufstellort

Welche Regeln im Einzelfall gelten, legt der Fachplaner fest. AVS liefert alle dafür nötigen Nachweise mit der Anlage. Die stationären Container sind je nach Ausführung für den Netzparallelbetrieb mit Lastprobe nach VDE-AR-N 4110 oder VDE-AR-N 4105 ausgelegt. Tagestank und Anlassbatterien gibt es nach DIN VDE 0100-718.

  • Stationär im Container: C-Serie im 10- bis 40-Fuß-Container, schallgedämmt, mit Schaltschrank, Batterieladegerät, Heizung und Auffangwanne nach WHG, ausgelegt für den Inselbetrieb.
  • Mobil als Ersatz auf Zeit: fahrbare Aggregate, Selbstfahrer und mobile Container von 20 bis 670 kVA, etwa während eines Umbaus oder einer geplanten Abschaltung.
  • Zur Miete: Aggregate von 40 bis 2.000 kVA als Überbrückung.

AVS konstruiert jede Anlage nach Ihren Anforderungen, fertigt in Ehingen-Stetten und nimmt vor Ort in Betrieb. Der Service übernimmt Wartung, Probeläufe und Reparatur, bundesweit und auch für Fremdfabrikate.

Häufige Fragen zu Netzersatzanlagen

Antworten zu Umschaltzeit, Probelauf, Vorschriften und Betrieb.

Innerhalb von 15 Sekunden, serienmäßig bei allen Netzersatzanlagen von AVS. Das ist die Vorgabe der Sicherheitsstromversorgung in Krankenhäusern nach DIN VDE 0100-710. Für Verbraucher, die keine Sekunde Unterbrechung vertragen, kombiniert man die Netzersatzanlage mit einer USV, die die Zeit bis zur Übernahme überbrückt.

Regelmäßig unter Last, in der Regel monatlich als Probelauf und einmal jährlich als Wartung mit Lastprobe oder alle 500 Betriebsstunden. Netzersatzanlagen von AVS haben dafür eine integrierte Lastbank oder den Netzparallelbetrieb, sodass die Lastprobe ohne Unterbrechung der Versorgung läuft. Die Steuerung protokolliert jeden Lauf.

Je nach Einsatz DIN VDE 0100-710 für medizinische Bereiche, DIN VDE 0100-718 für bauliche Anlagen für Menschenansammlungen, VDE-AR-N 4105 und 4110 für den Netzanschluss, das Wasserhaushaltsgesetz für Tank und Auffangwanne sowie die DGUV Vorschrift 3 für die elektrische Prüfung. AVS liefert Tagestank, Anlassbatterien und Betriebsarten nach diesen Regeln.

Ja, wenn sie dafür ausgelegt ist. Stationäre Container von AVS beherrschen Einzel-, Notstrom- und Netzparallelbetrieb nach VDE-AR-N 4110 beziehungsweise 4105. Netzparallelbetrieb erlaubt Lastproben ohne Unterbrechung, Spitzenlastkappung und die unterbrechungsfreie Rücksynchronisierung nach dem Netzausfall.

Der Preis hängt von Leistung, Tankvolumen, Aufstellung und Ausstattung ab. Kleine Anlagen beginnen im fünfstelligen Bereich; große Containeranlagen mit mehreren Megavoltampere kosten ein Vielfaches. AVS kalkuliert jede Anlage nach Verbraucherliste, Umschaltzeit und Aufstellort. Dazu kommen Wartungsvertrag und Kraftstoff.

Ja, als mobilen Container oder fahrbares Aggregat aus dem Mietpark von AVS, zum Beispiel für die Zeit einer Revision, eines Umbaus oder als Reserve während einer Ausschreibung. Für dauerhafte Sicherheitsstromversorgung ist die stationäre Anlage die wirtschaftlichere Lösung.

Back to Top